DIE BEFRISTETEN

zum Stück :

 

Die Befristeten - das sind in gewisser Weise wir alle, denn es ist uns allen doch nur eine unbestimmte Frist gegeben, bis unser Leben eines Tages endet.

Was uns von Canettis Theaterfiguren unterscheidet, ist die Tatsache, dass wir nicht wissen, wann wir sterben werden. "Die Befristeten" hingegen wissen es und empfinden es als einen gewaltigen Fortschritt gegenüber der Zeit, in der die Menschen noch Namen trugen, die mit ihrem AUGENBLICK, dem Eintritt des Todes nämlich, nichts zu tun hatten. Nach dem zu erwartenden Lebensalter nennen sich "die Befristeten" folgerichtig ZWEIUNDDREISSIG, FÜNFZIG, SIEBZIG etc.

"Mit einem gewissen Kapital Leben kommt man auf die Welt" - Auf dieser Gewissheit fußt die Philosophie dieser Menschen, sie gibt ihnen die Sicherheit, dass sie bis zu ihrem AUGEN­BLICK keine lebensgefährliche Situation zu befürchten haben, sie nimmt dem Tod seinen Schrecken und gibt keinen Grund zur Trauer. „Stellt Euch einmal vor ...“

Doch die Zufriedenheit und die Ruhe in dieser Gesellschaft sind trügerisch, Spannungen zwischen denen mit hoher Le­benserwartung und solchen, die nur über ein kurzes Leben verfügen können, durchaus vorhanden. Nachhaltig gestört wird das System, offiziell repräsentiert durch den KAPSELAN, als sich ein Mensch Namens FÜNFZIG anschickt, die geltende Phi­losophie in Frage zu stellen, Nachforschungen zu betreiben und seine Mitmenschen von ihrem, in seinen Augen falschen Glauben an ein befristetes Leben zu befreien ...

zum Autor :

 

Elias Canetti, 1905 in Rousse (Rustschuk)/Bulgarien geboren, studierte nach Aufenthalten in England und Frankfurt Naturwissenschaften in Wien und schrieb dort, wo er auch zum Dr. phil. promovierte, seinen großen Roman »Die Blendung«. 1938 musste er Österreich verlassen und emigrierte mit seiner Frau Veza nach England, wo sein soziologisches Hauptwerk »Masse und Macht« entstand. Seit den späten 60er Jahren lebte er in London und Zürich, wo er 1994 starb. Elias Canetti erhielt 1972 den Georg-Büchner-Preis, 1975 den Nelly-Sachs-Preis und 1977 den Georg-Büchner-Preis. 1981 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

 

die Termine :

 

Freitag,     den 02. März 2018,  1930 Uhr ( Premiere )           Aula des Ludwig-Meyn-Gymnasiums Uetersen

Samstag, den 03. März 2018,  1930 Uhr ( 2. Aufführung )  Aula des Ludwig-Meyn-Gymnasiums Uetersen

Freitag,     den 09. März 2018,  1930 Uhr ( 3. Aufführung )  Aula des Ludwig-Meyn-Gymnasiums Uetersen

Samstag,  den 10.  März 2018,  1930 Uhr ( 4. Aufführung )  Aula des Ludwig-Meyn-Gymnasiums Uetersen

 

die Karten :

 

Verkauf: Geschäftszimmer des Ludwig-Meyn-Gymnasiums ( ab 22. Februar 2018 ) ;

                 Abendkasse

Preise:    Erwachsene   6,00 €

                 SchülerInnen 4,00 €